Sie sind hier:

Wärmepumpen mit Wärmequelle Luft

Die Außenluft kann mithilfe einer speziellen Wärmepumpe zur Beheizung eines Gebäudes genutzt werden. Dazu bedarf es keiner umständlichen Installations- und Aufbauarbeiten, im Gegenteil. Die Geräte können auch unabhängig vom Haus im Freien an nahezu jeder beliebigen Stelle platziert werden. Das ist besonders praktisch, weil kein separater Hausanschlussraum für das Wärmetauschgerät notwendig ist. Genutzt wird zur Aufbereitung ohnehin die Außenluft, die durch Sonneneinstrahlung erwärmt wird und demnach immer verfügbar ist. Für beide Aufstellungsmöglichkeiten werden zwei unterschiedliche Geräteausführungen angeboten.

Die Wärmepumpe, die im Inneren des Hauses Installiert wird, besteht aus einem so genannten vollhermetischen Verdichter und dem angeschlossenen Kondensator. Hinzu kommt die Heizungsumwälzpumpe. Das gesamte System befindet sich in einem schalltechnisch optimierten Kunststoffgehäuse und wird durch spezielle Hochdruck- und Niedrigdruckpressostate auf eine sichere Funktionsweise hin kontrolliert. Das ermöglicht den Anschluss mit einem externen Kontrollgerät, wie PC oder Smartphone, zur Überwachung der Wärme- und Kühlleistung.

Außerhalb des Gebäudes wird anhand von Kupferrohren der Verdampfer platziert. Wird eine Wärmepumpe im Freien installiert, so wird ein eigens konzipiertes System direkt in unmittelbarer Nähe des Verdampfers aufgestellt.

Das Funktionsprinzip dieser Form der Wärmeaufbereitung ist simpel. Durch ein Ansaugmodul wird die Außenluft ins System eingezogen und dort abgekühlt. Das im System vorhandene Kühlmittel verdampft aufgrund der zugeführten, warmen Außenluft und gelangt in den so genannten Saugwärmetauscher. Dort wird das Kühlmittel nochmals erwärmt und im Kompressor auf ein höheres Temperatur- und Druckniveau gebracht. Das so vorbereitete Kühlmittel wird daraufhin in den Wärmetauscher geführt, um das wesentlich kühlere Trinkwasser zu erwärmen und kondensiert dabei. Dieses Kühlmittel-Kondensat wird dem System bestehend aus Kältemittelsammler, Kältetrockner und Saugwärmeaustauscher zugeführt. An dieser Stelle findet zwischen dem mittlerweile flüssigen und dem gasförmigen Kältemittel aus dem Verdampfer ein erneuter Wärmeaustausch statt. Schlussendlich wird dieser Kältekreislauf geschlossen, indem das Mittel durch ein Expansionsventil geführt und dem Wärmetauscher wieder zur Verfügung gestellt wird.

Moderne Wärmepumpen sind außerdem intelligente Multitalente. Sie können neben der Beheizung auch die Kühlung von Gebäuden regulieren und sind beteiligt am Prozess der Trinkwasserbereitung. Es ist möglich, die Gesamtleistung des Gerätes mit bis zu 75 Prozent aus der frei verfügbaren Außenluft zu erhalten. Der elektrisch zugeführte Energiebedarf beträgt also lediglich 25 Prozent. Sie funktionieren wartungsarm und ausgesprochen leise. Außerdem überzeugen sie durch eine effektive Auslastungsspanne und ermöglichen gegenüber klassischen Heizsystemen deutliche Kosteneinsparungen.

Klicken Sie hier Fragen? Wir rufen Sie zurück.